Mir schwindelt. Zwischen dem Rauch eines Räucherstäbchens, Opium, sehe ich Zeichen. Meine Sicht ist eingeschränkt, mein Blick eine Schöpfung. Im Sehen werden Körper Gestalten. Es schwindelt mich. Mythologische Falten wachsen; bis sie sich ob ihres eigenen Gewichtes einfalten, umfalten, ihren eigenen Gehalt umwerten und gestalten. In einer Entfaltung kommen wir ihr nicht auf den Grund. Überall ist das Chaos. Es ist. Es ist unglaubwürdig. Verstehst du mich? Das Chaos ist des Glaubens nicht würdig. Dort. Ein Pfahl. Er ist brauchbar und stabil. Kneife ich die Augen zusammen, flimmert er, wie alles, wie ätherisch. Pseudo ist es. Damm damm, damm damm. Meine Augen sind Blickfalten. Deine auch? Mein Tunnelblick.
Ich schwindle.

Scherbenhaufen

für Mary

Seit du weg bist, blicke ich auf einen Scherbenhaufen. Während ich die Wege meiner spärlich beleuchteten Wohnsiedlung ablaufe, Schritte. Niemand zu sehen. Von Hinten überholt mich mein eigener Schatten, wächst, bäumt sich vor mir auf, bedrohlich. Verblassend im Angesicht der nächsten Straßenlaterne, ein Spiel. Spielende Kinder. Spiel Ende, Kinder. Ein fauliger Abdruck eines Ahornblattes, rückständig auf einem Pflasterstein. Mein Körper ist desintegriert, seit du weg bist. Leichenteile, lose. An Strom angeschlossen zucken sie wie Galvanis Froschschenkel. Irgendwie. Manchmal glaube ich, sie würden gern etwas wollen, dann aber verlieren sie sich wieder in Zufälligkeiten. Ein Kopf ohne Herz. Ein Herz ohne Bauch. Ein Bauch ohne Rückgrat. Ein Rückgrat ohne Bandscheiben. Bandscheiben ohne Knochen. Seit du weg bist. Meine Augen starren viel zur Zeit. Kaum etwas starrt zurück aus der Dunkelheit. Ich bringe mich um, denke ich mir. Nein, ich denke nicht. Ich mach es. Natürlich nicht. Keine Absichten, aber Bilder davon in meinem Kopf. Eine Hausschnecke auf dem Boden. Der Boden fängt mich.