5.

Wir ertragen die Einsamkeit nur in homöopathischen Dosen. Doch wir wissen, dass auch Placebos einen Effekt haben, selbst wenn wir um deren Wirkungslosigkeit ahnen.

4.

Das Verlangen nach Einsamkeit ist eine Parodie: es macht sich lustig über unsere Unfähigkeit, den Alltag und den Alltagsmenschen zu begreifen.

3.

Wir sehnen uns Einsamkeit herbei. Wir verwechseln sie mit einem Zustand der Freiheit – bis man einsam ist und ihre volle Last dem Individuum die Luft zum atmen raubt.

2.

Es kann nur eine Wahrheit geben; deshalb macht sie einsam.